Mittwoch, 03.07.2019 | 20:16 Uhr

Mein Weg zurück – Teil 7

Die Welt bereisen

Meine neue Chance – Der Neuanfang


Ich hab´ die Chance, ja, ich habe sie bekommen, vor nun fast vier Monaten. Nahezu an jedem Tag denke ich daran mit voller Demut und Dankbarkeit. Ich denke nicht nur an die Vergangenheit, sondern auch an die Zukunft und stelle mir bildlich vor, die Welt zu bereisen. Ich will nach Amerika. Warum Amerika? Man „kennt“ Amerika bisher nur von Filmen und Serien und verliebt sich jedes Mal aufs Neue. Die Neugierde darauf ist einfach sehr groß. Ich will nach Afrika. Warum Afrika? Es mag sich ein wenig albern anhören, wenn man sagt, durch einen Film von Bud Spencer. Als ich in Kindheitstagen das erste Mal den Film „Plattfuß in Afrika“ gesehen habe, ja, schon da haben mich diese Bilder fasziniert und das bis heute. Ich will nach Italien. Warum Italien? Auch hier spielen meine „Helden der Kindheit“ wieder eine große Rolle. Viele Filme von Bud Spencer und Terence Hill wurden in Italien gedreht.

Aber es sind nicht nur die Filme, die man in Kindheitstagen gesehen hat und sie auch heute noch gerne anschaut, sondern es ist der Wille, die Welt zu sehen. Mit 70, 80 Jahren auf das Leben zurückzublicken und dabei in Erinnerungen schwelgen, zu wissen, man hat die Welt gesehen. So sehr Mallorca meine „zweite Heimat“ geworden ist und ich sie schon seit längerem als „Therapieort“ bezeichne und so sehr ich mich jedes Mal auf das Neue freue, dorthin zu fliegen, so ist die Sehnsucht unheimlich groß, andere Länder und andere Kulturen nicht nur kennenzulernen, sondern sie auch zu entdecken. Durch solche Eindrücke und Erlebnisse reift und wächst der Mensch.

Man vergisst leider viel zu oft, dass man nur ein einziges Leben besitzt und man so viel wie es nur möglich ist, daraus macht.

Warum schreibe ich darüber, dass ich die Welt entdecken will?

Weil ich mit dem neuen Projekt auf eine gewisse Art und Weise wieder bei Null anfange. Klar, ich mache etwas neues und natürlich fängt man neu an, wenngleich die Erfahrungen, die Erlebnisse, das Positive und ebenso auch das Negative aus der Vergangenheit dabei unfassbar hilfreich sind und sein werden.

Aber ich wäre kein Mensch, wenn ich leugnen würde, dass ich keine Angst habe. Angst, es vielleicht nicht zu schaffen, Angst vor „etwas neuem“, denn wenn man über 10 Jahre einen bzw. zwei Fernsehsender geleitet hat, jeder Tag davon eine Routine und seinen Alltag hatte, jeden Monat „klar“ war, dass man sich keine Gedanken darüber machen musste, wie man Miete, Strom und Co. zahlt, weil die Kunden ja da waren. Angst, sich selber nicht gerecht zu werden. Angst darüber, seine Ziele vielleicht nicht erreichen zu können. Angst, dass eventuell die eigene Gesundheit das nicht „mitmachen“ kann, denn so richtig und wichtig die vergangenen drei Monate der Ruhe für mich waren und ich heute – dank des Medikaments Amitriptylin wieder stabilisierter, als noch vor Monaten bin.

Ängste begleiten jeden von uns Menschen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Leugnen kann dies keiner und wenn, dann will oder kann er dies nur vor Scham nicht zugeben. Ich habe für mich „gelernt“, mit allem, was mich und um mich herum als Person geschieht, offen umzugehen.

Das neue Projekt wird wichtig für mich sein! Es ist wichtig für mich! Auch, um die Dinge aus der Vergangenheit wieder gutmachen zu können. Es wird eine Herzensangelegenheit sein, an die ich mit Gotteshilfe schaffen werde, respektive dafür kämpfen werde. Aber die Angst wird einen immer irgendwie begleiten, auf dem Weg nach Oben und alles, was damit zusammenhängt.

Das wird meine Mission sein, im Hinblick darauf, dass ich in genau sechs Monaten 30 Jahre alt werde. Und Ziele habe ich in und für mein Leben noch zu genüge.

Und auf dem Weg dorthin, soll und darf man die Dankbarkeit und die Demut zu keinem Zeitpunkt vergessen. Aber, ich werde das auch nicht vergessen! Versprochen.